Knie-Knorpelschutz- und Regenerationstherapie
Degenerative (altersbedingte) oder erworbene (z.B. durch übermässigen Sport, Übergewicht, Veranlagung etc.) Gelenkerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten der zivilisierten Welt. Über 2 Mio. Menschen leiden allein in Deutschland täglich an Gelenkschmerzen besonders der Knie. Neben sogenannten physikalischen, krankengymnastischen, medikamentösen oder zuletzt sogar operativen Therapien, hat die Therapie mit Hyaluronsäureinjektionen (HyalartR) im betroffenen Knie mit überragender Wirkung Einzug gehalten.
Bei der Hyaluronsäure handelt es sich um eine naturidentische Substanz, aus Hahnenkämmen extrahiert, mit zahlreichen biophysikalischen und chemisch homöostatischen Funktionen im menschlichen Gelenk. Sie beeinflusst zellulär und humoral Prozesse im Rahmen des Arthrosegeschehens.
Hyaluronsäure findet sich beim Menschen selbst in verschiedenen Gelenkregionen wie der Synovia (Gelenkflüssigkeit), auf den Knorpeloberflächen und im Knorpel direkt.
Als sehr dickflüssige Substanz ermöglicht sie das reibungsfreie Gleiten der Gelenkoberflächen, federt den Gewichtsdruck ab und dämpft akute Druckspitzen durch Belastung oder Stress, die ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts ausmachen können. Die ständig dem Verschleiß ausgesetzte Knorpeloberfläche muss laufend erneuert werden, stößt jedoch bei Arthrose als Ausdruck eines Missverhältnisses zwischen Belastung und Belastbarkeit im betroffenen Gelenk an seine Grenzen so dass der überbeanspruchte Gelenkknorpel zu Grunde geht.
Zwei Arthrosearten werden unterschieden:
a) primäre Arthrose beruht auf physiologischen Altersprozessen im Bereich des Knorpelsin Verbindung mit einer familiären Disposition (Vererbung). Der Beginn der degenerativen Veränderung setzt zumeist bereits im dritten Lebensjahrzehnt ein.
b) sekundäre Arthrose hat verschiedene Ursachen wie Gelenkfehlstellungen, Überbelastung bei Sport, Beruf oder Übergewicht, Verletzungen, spezielle neurologische Erkrankungen oder bei Infektionen.
Die Osteoarthrosemanifestiert sich überwiegend an den Kniegelenken, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Die Symptomatik sind meistens Bewegungs- und Anlaufschmerzen sowie morgendliche Gelenkbeschwerden und auch Schmerzverstärkung beim Treppabgehen.
Die Anwendung ist einfach und relativ arm an Nebenwirkungen. Es wird nach entsprechender Kniesäuberung und Desinfektion eine lokale Betäubung gesetzt danach folgt die Kniepunktion und Injektion des Hyalarts. Die Injektionen finden einmal pro Woche und insgesamt fünfmal pro Knie statt. Die Wirkungen von Hyalart kann man wie folgt zusammenfassen:
Entsprechend der originären synovialen Kniefunktion findet eine Viskositätserhöhung mit Verbesserung der Gleit- und Dämpfungseigenschaften, Förderung der Knorpelregeneration, Stabilisierung der Knorpelmatrix, Stimulation der eigenen Hyaluronsäuresynthese, Hemmung von Entzündungsquellen und schmerzhemmender Effekt statt.