Komplementäre Krebstherapie

Ein neuer Begriff setzt sich für zusätzliche Behandlungsverfahren in der Krebstherapie durch, komplementäre Medizin. Bis Mitte der 80er Jahre wurde jedoch in deutschen medizinischen Hochschulen noch dogmatisch die These vertreten, dass es keine körpereigene Krebsabwehr gäbe. Heute stellt die biologische Krebstherapie eine vierte Säule in der Krebstherapie, in Ergänzung zu den drei konventionellen Säulen Operation, Strahlen- oder Chemotherapie dar. Sie ist Teil eines auf das Individuum abgestimmten, ganzheitlichen Therapiekonzeptes. Eine Krebstherapie ohne Berücksichtigung dieser neuen Methoden ist nicht vollständig. Die Kombination dieser beiden Methoden ermöglicht nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch eine Verbesserung des Ansprechens der Behandlung und die wesentliche Verringerung der Nebenwirkungen einer aggressiven, tumordestruktiven Therapie.

Mit diesen komplementären Behandlungen kann die "therapeutische Lücke" geschlossen werden, die für die meisten Patienten entsteht, wenn die klinische Behandlung abgeschlossen ist und nur noch die abwartende Nachsorgeuntersuchung empfohlen wird.

Eine adjuvante Immuntherapie sollte grundsätzlich in Erwägung gezogen werden, um Tumorvergrößerungen, Rezidive und Tumorstreuungen prophylaktisch zu beeinflussen. Konventionelle Verfahren der Krebstherapie beeinflussen den Prozess der Erkrankung, unkonventionelle Verfahren beeinflussen den Prozess der Genesung.

Folgende geprüfte und erprobte Therapieverfahren fasst man unter komplementärer Behandlung zusammen:

-Stoffwechselaktivierung (Ernährung)
-Psychische Wegbegleitung
-Körperliche Aktivierung
-Antioxidantien

-Vitamine
-Spurenelemente
-Enzyme
-Gluthation
-Melantonin

-Immunmodulation (Misteltherapie)
-Organotherapie

-Thymuspeptide
-Xenagene
-Peptide
-Organlysate

-Sauerstoff-Ozon-Therapie
-Mikrobiologische Darmtherapie
-Orthomolekulare Medizin
-Hyperthermie